Studio Seguénte

 

 

Dieses Jahr setzt der bildende Künstler Dirk Hakze mit seinem neuen Projekt ‘Studio Seguénte’ seine Tournee im Norden der Niederlande fort. Das Studio ist ein relativ kleines Objekt, dass aus der Entfernung aussieht, als ob es über der Landschaft schwebt. Von der Außenseite ist es weiß angestrichen und hat ein Muster von Linien, die ein konstruktives Ziel haben.

 

Diese neue Idee ist eine Variation zu dem sehr erfolgreichen Panorama Projekt ‚The Colors of Music’. Im Studio werden jeden Tag kleine Bilder gemalt, 30 x 80 Zentimeter groß. Dieses Maß steht in Verbindung mit dem Goldenen Schnitt, auf welchem auch der Grundriss des Parthenon in Athen basiert. Die rote Innenwand hat eine kontrastierende Wirkung auf den gesamten Innenraum.

 

Auch jetzt sieht das Konzept des Künstlers vor, klassische Musik in Malerei umzusetzen.

Die Besucher können dem Künstler von der Außenseite des Studios durch ein Fenster zuschauen. Die Musik, zu der  Dirk Hakze malt, ist von den Zuschauern über Kopfhörer zu hören. Dabei ist die Lautstärke der Musik so eingestellt, dass die Zuschauer auch noch die Geräusche der Umgebung wahrnehmen können.

 

Was die malerische Umsetzung angeht, lässt Dirk Hakze sich nicht ausschließlich von der Musik inspirieren. Er lässt auch die Landschaft, das Wetter und die Natur auf sich einwirken. Zuerst werden auf den weißen Paneelen in hellen Farben Landschaftslinien angebracht, die aus dem Rhythmus der Musik entstehen. Diese expressive Malerei fungiert als tragende Basis für die visuelle Umsetzung der Musik. Die Darstellung der Horizonte auf den einzelnen Bildern spiegelt nicht nur das Volumen des Orchesters wieder, sondern lässt auch die Gezeiten des Meeres und die Bewegungen der Luft ineinander fließen. Die Musik, die Dirk Hakze für dieses reisende Projekt ausgewählt hat, sind die Lieder Des Knaben Wunderhorn des Österreichischen  Komponisten Gustav Mahler (1860 – 1911). Die Aufführung, die Dirk Hakze für dieses Projekt benutzt, ist von der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Claudio Abbado in Zusammenarbeit mit Anne Sofie Otter (Mezzosopran) und Thomas Quasthoff (Bariton) .

 

Die Idee zu diesen Projekten entstand vor fünfundzwanzig Jahren, als Dirk Hakze die Ausstellung ‚Vom Klang der Bilder’ in Stuttgart besuchte. Damals wurde sein Interesse geweckt, Kunst und Musik zu verbinden. Auch in Dirk Hakze’s autonomen Arbeiten ist häufig der Einfluss von Musik spürbar. 1987 begann er Performances, bei denen er zusammen mit anderen Künstlern auf der Bühne von großen Jazz-, Blues-, und Popkonzerten malte. Dirk Hakze trat unter anderem bei Konzerten von James Brown, Miles Davis, Carlos Santana, John Lee Hooker, Van Morrison, Curtis Mayfield und King Sunny Adé auf. Neben seinen land-art Projekten hat Dirk Hakze in den vergangenen Jahren auch eine reihe großer Aufträge im städtischen Umfeld realisiert. Er hat sich dabei auf die Bemalung größerer, meist öffentlicher Gebäude sowie die Errichtung von Monumenten spezialisiert.